Positiv denken ist mein Lebensmotor

Mein Name ist Günther Miko und ich bin Leiter der OÖ. Epilepsie-Selbsthilfe-Gruppe.

Ich musste mich mit einem Rucksack voll von Problemen durchs Leben kämpfen. Auf Grund einer Gehirnhautentzündung erkrankte ich an Epilepsie, später dann noch an Multipler Sklerose.

Aus drei Lehrstellen flog ich heraus, weil die Ausbildner dahinter kamen, dass ich Epilepsie hatte. Erst bei der vierten Stelle konnte ich eine Ausbildung zum Speditionskaufmann machen. „Der Chef hatte für mich deshalb Verständnis, weil seine Schwester das gleiche Problem wie ich hatte!“ Frauen scheuten sich zudem, eine Beziehung mit mir einzugehen. Heute habe ich als 70-Jähriger mein privates Glück gefunden.

Mein Motto: „Positiv denken ist mein Lebensmotor.“

Von meiner Kraft und Erfahrung haben schon viele Mitglieder der Selbsthilfegruppe profitiert.

 

Meine Motivation in der SHG zu sein:

Ich heiße Gabriele Staffel und bin seit ca. 7 Jahren Mitglied der SHG OÖ. Auf Grund eines Gehirntumores leide ich seit Februar 2002 an einer generalisiert tonisch klonischen Epilepsie. Heute bin ich zwar anfallsfrei, muss aber immer noch täglich eine genaue Dosis einnehmen, um anfallsfrei zu bleiben. Nach einem Ansetzversuch im Oktober 2006 folgte nach drei Tagen Einnahmepause ein Rezidivanfall.

Nachdem ich auf dem Land wohne und auf das eigene Auto angewiesen bin, ist der Führerschein für mich ein wichtiger Bestandteil, um mich als „freier Mensch“ fortbewegen  zu können.

Die Selbsthilfegruppe hat mir viele Dinge verständlich gemacht, den Umgang mit meiner Epilepsie, meiner Umwelt und meiner eigenen Selbstsicherheit. Für mich stellt die Gruppe auch eine wichtige Gemeinschaft zur Stärkung und Unterstützung der anderen Betroffenen dar und eine Hilfestellung für deren Angehörige.

Ich kann für mich selbst nur sprechen:

Während der Zeit meiner vielen Anfälle, hatte ich manchmal das Gefühl, dass meine direkte Umgebung (mein Partner, mein Sohn) mehr unter meinen Anfällen litt, als ich selbst.

Darum ist es ein wichtiges Ziel unserer Gruppe, Angehörige von Epilepsie-Patienten zu unterstützen und ihre Sorgen und Probleme anhören und ernst nehmen.

Die Gruppe ist für mich aber auch ein Kreis, bei der in geselliger Runde auch gemeinsame  Aktivitäten gesetzt werden (Kegelabend, Weihnachtsfeier, Pizzaabend).

Wenn Sie Betroffene(r) oder Angehörige(r) sind, würden wir uns sehr freuen, Sie bei unserem nächsten Treffen begrüßen zu dürfen! Wir heißen Sie herzlich willkommen!

Gabi Staffel